Kraut und Rüben in Obsteig

Namen waren falsch geschrieben, Jahrgangsangaben teilweise überhaupt nicht vorhanden, für die Meisterschaft nötige Lizenzen wurden nicht überprüft, Nationen verwechselt, bei der Nachnennung war "Klasseneinteilung" ein Fremdwort, die Kommunikation vor Ort ließ sehr zu wünschen übrig, viel wirkte improvisiert.

Wie wichtig eine ordentliche Teilnehmerverwaltung für das Image eines Veranstalters ist, haben die gestrigen Tiroler Meisterschaften in Obsteig eindrucksvoll belegt.
Daß die Strecke weder markiert noch auf einer Homepage einzusehen gewesen wäre, tat dann schon fast nichts mehr zur Sache; beherzte Zuschauer sprangen spontan als Streckenposten ein und wiesen ggf. den Weg.

Wenn die Teilnehmerverwaltung nicht paßt, ziehen sich Fehler durch die gesamte Veranstaltung - und bis darüber hinaus.

Daß die Preisverleihung aufgrund des Tohuwabohu-Datenstandes zur Geduldsprobe respektive zu einem Logikrätsel für die Teilnehmer/-innen wurde, war nur eine Folge. Jetzt müssen zudem noch falsch vergebene Medaillen aufwändig per Postwege rückgetauscht werden.
Weiters wurde den Kollegen des Radsportcups der Tiroler Versicherung mit der Listenführung à la "Kraut und Rüben" eine lange Nacht beschert, um den Cupstand, zu dem das Obsteiger Rennen gehört, halbwegs rechtzeitig aktualisieren zu können.

Fazit: "Mach's gleich richtig!" - und die Meisterschaft wird eine, die diesen Namen auch verdient.

Irgendwie kratzte der Veranstalter im Schweiße seines Angesichts, wiewohl teilweise schon etwas gereizt, doch noch die Kurve, bog dies und jenes so hin, daß sich laute Stimmen nur kurz erhoben.
Gewiß kommen die Teilnehmer gerne wieder nach Obsteig, nur sollte der Veranstalter das nächste Mal alle Register ziehen, um schon vor dem Rennen zu zeigen, daß er die Sache im Griff hat, also z. B. auch seine Teilnehmerlisten sichtbar machen, damit ggf. schon vorab Fehler durch Rückmeldungen der Teilnehmer selbst korrigiert werden können.

Schöne Bilder ob des Traumwetters, Videos und spannende Rennstunden im Tiroler Oberland ließen den Radsport trotz aller organisatorischen Hindernisse hochleben - der Gutmütigkeit der Teilnehmer sei's gedankt.

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