Rodeo des Vizestaatsmeisters am Weerberg

Mit knapp 140 Gesamtteilnehmern verzeichnete die zweite Auflage dieses Eröffnungsrennens der Schwazer Radsporttage satte zehn Prozent mehr an Startern als bei der letztjährigen Premiere. Sie alle staunten ob des Solos, das der amtierende Vizestaatsmeister "Straße, Berg" hinlegte.

Knapp 140 Teilnehmer zogen die Steigung nach Weerberg hinauf.

Bei traumhaftem Spätsommerwetter - manch' Pulsuhr zeigte gar über 26 °C an - erfolgte pünktlich um 18:15 Uhr der Start für die Hauptklassen über die Dörferlinie Weer - Pill - Weerberg. Dem stets wehenden "Boarischen", dem Abendwind aus Richtung deutscher Grenze, fielen einige Teilnehmer, die ohne Windschatten fahren mußten, zum Opfer - sie blieben im weiteren Rennverlauf chancenlos. Aber schon zuvor, nach nur 500 Metern im Rennen, schied ein Teilnehmer wegen gerissener Kette aus. Als Pechvogel des Tages nahm er's aber locker und sportlich, fuhr per Automobil ins Ziel, um dort die Kollegen anzufeuern.

Das Feld erreichte heuer recht geschlossen die Steigung bei Pill, aber immer voran war Hans-Jörg Leopold, der aktuelle Vizestaatsmeister "Straße, Berg" im gelben Teamtrikot aus St. Andrä in Kärnten. Den 28-Jährigen konnte einfach nichts halten, geschweige denn einholen - ausgenommen das Fotografenmotorrad: Er fuhr ein Solo über die 340 hm bis Weerberg hinauf - und dabei einen Vorsprung von über vierzig Sekunden auf den Deutschen Jakob Steigmiller heraus. Die Amateure und weiteren Elite/U23-Fahrer folgten im Respektabstand.

Im Duell um die Plätze kam der lange Zeit für seine Gruppe Führungsarbeit leistende Felix Spensberger nicht auf seine Rechnung, erntete für seinen Einsatz den undankbaren vierten Rang.

Die neue Bestzeit von Hans-Jörg Leopold ist im Ergebnis mit 16:22 min ausgewiesen. Laut mitgestoppten Zeiten durch Betreuer dürften sich 40 bis 50 Sekunden zuviel eingeschlichen haben. Als Grund werden asynchrone, also nicht aufeinander abgestimmte Uhren am Start und im Ziel vermutet. Einspruch auf Korrektur des Ergebnisses wurde erhoben; die Zeiten der Nachwuchsklassen, die schon um 18 Uhr und von einem eigenen Start in ihr Rennen gingen, blieben hingegen ohne Beanstandung.

Die Siegerehrung endete gegen 20:40 Uhr, einige Preise blieben wegen schon abgereister Teilnehmer zurück. Die Sieger des "Tiroler Bergsprints" blieben ungenannt, eine Liste war nicht verfügbar, auch war niemand der Verantwortlichen dieser heurigen Miniserie anwesend.
Den Organisatoren des "Union Raiffeisen Radteams Tirol" sowie der Freiwilligen Feuerwehr Weerberg sowie allen beteiligten Helfern im Hintergrund wurde einhellig Lob und den Weerberger Zuschauern Dank für das zahlreiche Erscheinen und Anfeuern entlang der Strecke ausgesprochen.

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