Radfahr'n is' ihr Freid: Der schnellen Jugend zur Ehr' das (fast) komplette Rennen der Kategorie U13 des Schwazer Straßenpreises mit harten Zweikämpfen, spannenden Fahrtspielen und einem ebenso überraschten wie überglücklichen Sieger.
Ein besonderes Kunststück gelang übrigens dem U15-Fahrer Benny Moser vom Radclub ARBÖ Wörgl: Er schaffte den Hattrick und gewann in seiner Klasse sowohl den Bergsprint "Weer - Pill - Weerberg" als auch das Altstadtkriterium und den Schwazer Straßenpreis - jeweils in Teilnehmerfeldern jenseits des guten Dutzends.
Schwazer Straßenpreis, U15 - 31,85 km / Schnitt 37,5 km/h
1. MOSER Benjamin RC ARBÖ Devine Tom Tailor Wörgl 51:01 minAltstadtkriterium, U15 - 15 km (15 Runden) / Schnitt 35,1 km/h
1. MOSER Benjamin RC ARBÖ Devine Tom Tailor Wörgltirol_tv-Bergsprint: U15 - 2,6 km / Schnitt 21,8 km
1. MOSER Benjamin RC ARBÖ Devine Tom Tailor Wörgl 7:09 min
Zum Hauptrennen der Elite/U23 schreibt radsport-forum.de:
Das Rennen führte über fünf Runden mit je 31,6 Kilometern mit einer Gesamtdistanz von 158 Kilometern. Bei sommerlichen Termperaturen setzten zu Beginn vor allem Tyrol-Fahrer Andreas Hofer, der oft attackierte, und Hansjörg Leopold die Akzente. Es war schließlich auch U23-Fahrer Hofer, der die Entscheidung des Rennens einläutete: Nach rund 48 Kilometern setzte er sich erneut an die Spitze, und nach und nach gesellten sich mehr Fahrer zu ihm. Es formierte sich eine achtköpfige Spitzengruppe, die ihren Vorsprung auf zwischenzeitlich 2:50 Minuten ausbaute.
Im Finale machten vor allem die Fahrer vom Union Raiffeisen Radteam Tirol [Druck], doch die Verfolgung wurde zu spät eingeleitet. So machten die Führenden den Sieg unter sich aus. Der U23-Fahrer Gernot Auer von ARBÖ Gourmetfein Wels feierte einen eindrucksvollen Sieg vor Andreas Hofer (Tyrol Team), dem Mann des Tages. Auf Rang drei sprintete Michael Schwaiger von WSA Viperbike Kärnten. Andreas Hofer machte in der U23-Wertung der Tchibo Top.Rad.Liga viel Boden auf den bisher Führenden Jan Sokol (ARBÖ Gourmetfein Wels) gut und liegt nur noch knappe 70 Punkte hinter dem Wels-Profi.
Einen gerafften Einblick zu ihrem Abschneiden beim Schwazer Rennwochenende gewährt uns Jacqueline Hahn in ihrem BLOG:
Am Freitag fand das Weerbergrennen statt, ich fühlte mich spitzenmäßig und kam mit nur 22 Sekunden auf Patricia Wacker als 2. ins Ziel. Auch am Samstag beim Kriterium lief es gut für mich, und so schaffte ich die Überrundung aller anderen Mädls und holte mir den Sieg. Gestern lief es zwar okay, aber im Zielsprint nicht ganz optimal für mich, und so wurde ich hinter der Schweizerin Daniela Gaß 2.
Gefährliche Rennbedingungen
Massive Kritik erntete die Organisation vom ÖRV bzgl. der Einbindung der hiesigen Polizei zur Streckensicherung. Während die Schwazer Feuerwehr mit ihren Mannen perfekt die Ausfahrten und Kreisverkehre im Griff hatte, kämpfte die Polizei mit Müh' und Not damit, die bescheidmäßigen Auflagen zu erfüllen. Entweder wurden dieselben vorab nicht gelesen, sodaß die Uniformierten "blank" zum Rennen erschienen, oder die Motorradcrew hatte einfach eine Mordshetz für sich selbst, wenn sie drei Kilometer vor den Rennteilnehmern vorausfuhr, also mit einem Riesenloch zwischen sich und dem eigentlich zu sichernden Feld. Die Komissäre des ÖRVs waren zeitweise knapp daran, das Rennen abzubrechen.
Auch die allgemeine Funkdisziplin ließ ob Albernheiten sehr zu wünschen übrig. Radveranstaltungen sind keine Zirkusveranstaltungen, sondern es geht in vielen Belangen um die Sicherheit der Teilnehmer. Diese durch Funkblödeleien zu gefährden, grenzt ans Fahrlässige. Die Vertreter des ÖRVs legten dem Veranstalter unmißverständlich nahe, sich in diesen Punkten stark zu verbessern.
Nichtsdestotrotz wurden keine schweren Unfälle verzeichnet; beim Nachwuchs hatte es zwei Fahrerinnen erwischt, die Folgen blieben aber im Rahmen (verletzte Hand einerseits, Materialschaden andererseits).
Wie bei vielen Radsportveranstaltungen schlugen auch in Schwaz organisierte Kriminelle zu: Ein Betreuerfahrzeug angereister Gäste wurde aufgebrochen und mit sämtlichen wichtigen Papieren gestohlen. Von gestohlenen Fahrrädern allerdings ist bis dato nichts bekannt.

Sie haben die pure Freude an ihren Rennen: Die Kategorie U13 beim Schwazer Straßenpreis am Kurs von Schwaz über Vomp und Terfens nach Weer und zurück nach Schwaz.
Links:
- Veranstalterseite
- Ergebnislisten - computerauswertung.at
- Impressionen