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Südtiroler Sieg beim Kühtaier Bergkaiser durch Manuel Hillebrand

Ein starkes Fahrerfeld präsentierte sich Sonntag vormittag vor dem Innsbrucker Landestheater am Start zum Kühtaier Bergkaiser. Der stärkste kam aus Südtirol. Manuel Hillebrand schlug die Konkurrenz um Seriensieger Andreas Ortner und Hans Peter Obwaller auf 2020 m.
Kaiserwetter bescherte der Radsportgott den Teilnehmern des Kühtaier Bergkaisers. Mit dabei die Favoriten Roland Stauder aus Südtirol, Vorjahressieger Andreas Ortner, Hans Peter Obwaller, Manuel Hillebrand, Andreas Traxl, Mountain Bike WM Teilnehmer Daniel Rubisoier, Markus Hechenblaickner und Richard Obendorfer. Der grosse Abwesende war Bernhard Laimgruber. Pünktlich um 10:00 erfolgte der neutrale Start, mit 25 km/h war der Start allerdings dem Grossteil der Fahrer ein wenig zu neutral.
Umso schneller dafür das Tempo ab Kematen, es wurde schon auf den ersten kleinen Rampen attackiert. In Sellrain die erste kleine Selektion, die Führungsgruppe schrumpfte ein wenig. Hinter Gries im Sellrain zerbröckelte das Feld endgültig in viele kleine Gruppen, die 18% steile Rampe trennte die Spreu vom Weizen. Vorne weg eine Gruppe mit Vorjahressieger Ortner, Stauder, Obwaller, Hillebrand und Traxl, dahinter in Lauerstellung Richard Obendorfer. Markus Hechenblaickner, Edeldomestik von Obwaller und Traxl musste als erster der Favoriten reissen lassen. Bis zur 1000 m Marke war es ein ständiges Attackieren, die Fahrweise war ruppig und unrhythmisch, besonders Andreas Ortner wollte die Entscheidung erzwingen. Kurz vor dem Ziel dann die entscheidende Attacke von Manuel Hillebrand. Andreas Ortner, der am Vortag am Kitzbüheler Horn ganz oben am Treppchen stand rollte, wie 2006 als er sich Emmanuele Sella geschlagen geben musste, als zweiter über die Ziellinie. Direkt dahinter Hans Peter Obwaller vor Roland Stauder und Andreas Traxl. Stauder konnte seinen Triumph vom Vortag, als er als Sieger bei der Erzberg Trophy Hans Peter Obwaller auf den 3. Rang verwies, nicht wiederholen, auch Andreas Ortner saßen die harten Kilometer des Vortages aufs Kitzbüheler Horn noch zu schwer in den Knochen. Als 6. klassierte sich Bergfex Richard Obendorfer einmal mehr im Spitzenfeld.
Stark auch die Lokalmatadoren aus Tirol. Christian Ragg, Florian Draxl, Stefan Kandler, Christoph Kluge, Erich Schafferer, Philipp Schernthanner und Alexander Draxl konnten sich in ihren jeweiligen Klassen inmitten der Elite des starken, internationalen Feldes platzieren.
"Es war ein unglaublich hartes Rennen. Ununterbrochen wurde attackiert, vor allem die ruckartigen Anzieher von Andreas Ortner haben mir weh getan. Ganz oben sind mir die Farben vor den Augen verschwommen so blau war ich. Wir sind aber glaube ich alle froh dass die Siegesserie von Andreas Ortner unterbrochen wurde," gestand ein erschöpfter Andi Traxl (Team Mooserwirt - Ridley) im Ziel.
Ärgerliches am Rande einer toll organisierten Veranstaltung: Der viel zu kurze Auslauf nach der Zieldurchfahrt verursachte doch einiges Chaos. Auch die offiziellen Zeiten stimmten nicht mit denen überein die die Ahtleten händisch herausgestoppt hatten. Man sollte sich auch überlegen den neutralisierten Start etwas weniger neutral zu machen, Tempo 25 erzeugt mehr Gefahren als es verhindert und lässt keine Topzeiten zu.

Ergebnis Gesamt
Ergebnis nach Klassen

Fotos Kühtaier Bergkaiser